Technische Analyse für Einsteiger

Die technische Analyse untersucht die Kursbewegung im Chart, um die wahrscheinlichen Szenarien für den Markt einzuschätzen. Sie stützt sich auf Trends, Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, Kerzenmuster und mathematische Indikatoren. Die Methode sagt die Zukunft nicht voraus und garantiert keine Ergebnisse, daher muss sie stets mit striktem Risikomanagement kombiniert werden. Mit den integrierten Werkzeugen der WOCM-Plattform können Sie jede Art der technischen Analyse direkt im Web-Terminal oder in der mobilen App anwenden.

4Indikatoren in dieser Lektion
M1–D1Zeitrahmen
2–3Werkzeuge auf dem Bildschirm
6 FragenQuiz

Was ist ein Trend?

Ein Trend ist eine anhaltende Richtung der Kursbewegung. In einem Aufwärtstrend liegt jedes neue Tief und jedes neue Hoch höher als das vorherige. In einem Abwärtstrend liegen sie tiefer. Pendelt der Kurs ohne klare Richtung in einer engen Spanne, spricht man von einer Seitwärtsphase (Range).

Eine verbreitete Regel besagt, dass der Handel mit dem Trend sicherer und einfacher ist als der Handel dagegen, doch jeder Trend kann sich jederzeit umkehren. Schutzorders auf dem WOCM-Server helfen Ihnen, Gewinne zu sichern oder Verluste zu begrenzen, wenn der Trend plötzlich dreht.

Marktstruktur

Wechseln Sie zwischen den Diagrammen: Aufwärtstrend, Abwärtstrend und Strukturbruch. Die Beschriftungen erklären, was mit den Hochs und Tiefs geschieht.

Was sind Unterstützungs- und Widerstandsniveaus?

  • Unterstützung ist eine Kurszone unterhalb des aktuellen Marktpreises, in der Rückgänge aufgrund einer Konzentration von Käufern am häufigsten verlangsamt oder gestoppt wurden.
  • Widerstand ist eine Kurszone oberhalb des aktuellen Marktes, in der Anstiege in der Vergangenheit unter dem Druck der Verkäufer ins Stocken geraten sind.

Niveaus werden aus früheren wichtigen Wendepunkten des Kurses abgeleitet. Je öfter der Markt an einer Kurszone abgeprallt ist, desto deutlicher ist sie für die Teilnehmer sichtbar. Aber denken Sie daran: Jedes Niveau kann gebrochen werden.

Ab dem Kontotyp Bronze wird Ihrem Konto ein persönlicher Portfoliomanager zugewiesen, der Ihnen hilft, starke historische Niveaus auf den höheren Zeitrahmen korrekt zu identifizieren.

Was zeigen Kerzen?

Jede japanische Kerze in einem WOCM-Chart visualisiert vier Schlüsselwerte für den gewählten Zeitraum: Eröffnung, Schluss, Hoch und Tief. Ein langer Körper zeigt, dass eine Seite (Bullen oder Bären) klar dominiert hat, während lange Dochte zeigen, dass der Kurs einen weiten Weg zurückgelegt hat, bis zum Ende des Zeitraums aber wieder zurückgekehrt ist.

Kerzenmuster (etwa ein Engulfing-Muster oder eine Pin Bar) gelten nur zusammen mit dem Gesamtkontext als brauchbares Handelssignal: dem aktuellen Trend und starken horizontalen Niveaus.

Anatomie einer Kerze

Bewegen Sie die Regler für Eröffnung, Schluss, Hoch und Tief. Die Kerze wird neu gezeichnet und die Bildunterschrift erklärt, was sie „sagt“.

Welche Indikatoren werden am häufigsten verwendet?

IndikatorWas er zeigtTypische EinstellungenEinschränkungen
Gleitender Durchschnitt (MA)Den Durchschnittskurs über einen Zeitraum; glättet das Marktrauschen20, 50, 200Hinkt dem Kurs hinterher
RSI (Relative Strength Index)Stärke des Momentums, überkaufte und überverkaufte Zonen14 Perioden, Niveaus 30 und 70Kann in einem starken Trend lange in den Extremzonen bleiben
MACDKonvergenz und Divergenz gleitender Durchschnitte, Stärke des Momentums12, 26, 9Liefert in einer Seitwärtsphase viele Fehlsignale
Bollinger BandsAktuelle Marktvolatilität um eine Mittellinie20 Perioden, 2 StandardabweichungenDas Berühren eines äußeren Bandes bedeutet für sich genommen keine automatische Umkehr

Indikatoren auf einem Chart

Schalten Sie MA, RSI, MACD und Bollinger Bands auf einem generierten Chart ein und aus und ändern Sie die Perioden, um selbst zu sehen, wie Verzögerung und Fehlsignale aussehen.

Wie kombiniere ich die Werkzeuge?

Bestimmen Sie zunächst den übergeordneten Trend auf einem höheren Zeitrahmen, suchen Sie die nächstgelegenen starken Unterstützungs-/Widerstandsniveaus, warten Sie auf ein bestätigendes Kerzen- oder Indikatorsignal auf Ihrem Arbeitschart und berechnen Sie die Positionsgröße vorab mit dem WOCM-Risikorechner. Das Mindestvolumen von 0,01 Lot beim Kontotyp Standard erlaubt es Ihnen, jede Kombination von Indikatoren mit minimaler Belastung Ihres Guthabens zu testen. Überladen Sie Ihren Bildschirm nicht: Zwei oder drei Werkzeuge reichen in der Regel aus, um effektiv zu arbeiten.

Wenn Sie die fortgeschrittenen Kontotypen Silver oder Gold nutzen, müssen Sie nicht die gesamte Analyse selbst durchführen: Diese Pakete umfassen wöchentliche Webinare, tägliche Marktsignale und gezielte Einzelberatungen mit führenden Marktanalysten.

Quiz: Technische Analyse

Sechs Fragen mit Erklärungen.

Häufige Fragen

Es gibt keinen perfekten Indikator und keinen „heiligen Gral“. Jeder erfüllt seine eigene mathematische Aufgabe, kann aber hinterherhinken oder Fehlsignale liefern, wenn der Markt die Phase wechselt. Das Endergebnis hängt von klaren Regeln des Handelssystems und von Disziplin ab.

Kurze Zeitrahmen (M1, M5, M15) erzeugen mehr Trades, enthalten aber viel Marktrauschen. Höhere Zeitrahmen (H4, D1) liefern weniger Signale, die aber zuverlässiger sind. Wählen Sie den Zeitraum nach Ihrer Erfahrung und der Zeit, die Sie vor dem Terminal verbringen möchten.

Jeder Indikator bereits auf der Plattform

Öffnen Sie einen Chart im WOCM-Web-Terminal und probieren Sie es auf dem Demokonto aus.

Risikohinweis. Die technische Analyse ist ein Analysewerkzeug und garantiert keinen Gewinn. Der Handel mit CFDs auf Währungspaare, Metalle und andere Basiswerte birgt ein hohes Risiko und kann bei maximalem Hebel (bis zu 1:100 beim Kontotyp Gold) zum Verlust Ihrer Ersteinzahlung führen.